Was ist heutzutage näher am Menschen als das Smartphone?

Das Handy, das eigentlich rund um die Uhr in deiner Handfläche lebt. Es macht Sinn, zur Förderung der Gesundheit den Fortschritt der Technologie zu nutzen. M-sense macht sich das zu Nutze. Denn Gesundheitsanwendungen liegen nicht ohne Grund im Trend: Die schnelle Durchsetzung des Digitale-Versorgung-Gesetzes sagt dies klar an. 

Für uns fängt die Vernetzung von Technologie und Gesundheit viel früher an.

Denn unser Mitbegründer und leitender Wissenschaftler, der theoretische Physiker Dr. Markus Dahlem, hatte die Idee, Symptome und Auslöser von Migräne mit Hilfe eines Handys zu verfolgen, schon vor der Jahrtausendwende. Genau, als Leute noch Kassetten hörten, und das unzerstörbare, etwas unförmige Nokia das höchste der Gefühle war, was Mobiltelefone anging. 

Die Grundidee kam Markus an der Universität, wo er als Student ein Seminar zum Thema “Physik in der Medizin” belegte.

Die Visualisierung von Migränewellen im menschlichen Gehirn sollte ihn nicht mehr loslassen, und auch seine zukünftige Karriere definieren. 

Theoretische Physiker schauen gerne zu fernen Galaxien und fragen, wieso diese Sternhaufen Spiralen bilden. Das hat auch mich fasziniert. Nur waren Galaxien mir zu fern.

-Dr. rer. Markus Dahlem
Cortical Spreading Depression
So sieht die Cortical Spreading Depression – die „Spirale im Gehirn“ aus. Gif aus: Santos E et al Neuroimage 2014

Zunächst teilte Markus die Früchte seiner Arbeit online, auf einer Webseite zum Thema Migränewellen und Aura.

Seine Versuche, das Phänomen der Aura darzustellen, wurden nicht nur von den Medien, sondern auch von Betroffenen sehr gelobt.

Als sei er Rockstar statt theoretischer Physiker, bekam Markus plötzlich E-Mails von Menschen, die sich durch seine Recherche bestärkt und repräsentiert fühlten. Manche von ihnen konnten ihren Erfahrungen nun einen Namen geben, sie sinnvoll beschreiben, und fühlten sich endlich ernst genommen. 

Einen Auszug aus so einen Brief dürfen wir hier mit euch teilen:

Die Resonanz seiner Arbeit bestärkte Markus und sein Team in der Idee, eine Software auszuarbeiten, die Migräne-Betroffenen dabei helfen sollte ihre Symptome und Auslöser zu dokumentieren. 

Klingt bekannt, oder? 2001 hieß das Produkt allerdings noch motemedi, war ein mobiles, telemedizinisches Diagnoseverfahren, und lief auf eben genanntem Nokia. Die „App“ sollte wie folgt aussehen:

Weit entfernt von der Migräne-App wie wir sie heute kennen, etwas rudimentär, und doch ambitiös: Wie jede gute Idee, brauchte auch unsere Migräne App M-sense mehrere Anläufe, bevor sie zu einem funktionellen und Sinn bringenden Produkt werden konnte. 

Letztendlich vergingen mehr als zehn Jahre, bevor weitere Schritte getan werden konnten.

Im Förderprogram von EXIST, 2014, traf Markus die Co-Gründer der Newsenselab GmbH, den Datenwissenschaftler und Software-Entwickler Simon Scholler, den Systemarchitekten Martin Lysk, und den Mensch-Maschine-Experten Stefan Greiner.

Gemeinsam entwickelten sie 2015 einen Prototyp der App, die heute eine echte Unterstützung für Menschen mit Migräne und Spannungskopfschmerz darstellt. 2016 wurde aus ihrer kleinen Gruppe das Startup Newsenselab, das heute aus einem 25-köpfigen Team besteht.

FRISCHES TEAM PHOTO HERE

Das ganze Team arbeitet daran, M-sense stetig zu verbessern, um die Behandlung chronischer Kopfschmerzerkrankungen zu revolutionieren. Und 220.000 Nutzer unterstützen uns dabei, indem sie uns ihr Vertrauen und ihr Feedback schenken.